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Freiflug


Im Freiflug sind alle Modellflugklassen zusammengefasst deren Flug nach dem Start durch keine Sender / Empfänger Verbindung gesteuert werden kann. Die Modelle sind jedoch nicht steuerlos. Der Flug wird durch einen eingebauten Zeitschalter mit vorgegebenem Programmablauf gesteuert. Dies kann mit einem mechanischen oder elektronischen Timer erreicht werden.

 

Um was geht es im Freiflug?

Es geht um Flugzeiten, das erleben und verstehen von Wetter und dies dann in gute Flüge umzusetzen.

Freiflieger sind eine grosse Gemeinschaft in der, trotz Rivalität im Wettkampf, eine gute Kameradschaft herrscht und jeder gerne dem anderen weiterhilft.

Ein Wettbewerb besteht aus 5 - 7 Flügen mit einer Flugzeit von 3 Minuten. Die Piloten haben jeweils eine Stunde Zeit den Flug auszuführen. Haben nach allen Flügen mehrere Piloten die Maximalflugzeit erreicht so muss ein oder mehrere Stechen, die Flugzeit wird dann jeweils um zwei Minuten erhöht, über den Sieg entscheiden.

Je nach Modelltyp werden durch den Zeitschalter verschieden Ruder oder Flächen gesteuert: Thermikbremse, Seitenruder, Höhenleitwerk, Tragfläche. Die Steuerzeiten werden am Zeitschalter eingestellt und sind während des Fluges nicht justierbar.

 

Die Hangflugmodelle sind zusätzlich mit einer Kompasssteuerung versehen. Diese besteht aus einem nadelgelagerten Stabmagneten der mit dem Seitenruder verbunden ist. Dadurch werden die Modelle auf dem eingestellten Kurs gehalten. Es ist auch möglich über den Zeitschalter den Kompass zu Blockieren und freizugeben. Dadurch können die Modelle im Hangaufwind kreisen.

 

Zum Bau eines Wettbewerbmodells werden heute vorwiegend Kohle, Kevlar und Glasgewebe verwendet.

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Diese Materialien haben den Vorteil dass das Modell bei gleichem Gewicht die mehrfache Festigkeit eines Holzmodelles aufweist. Im weiteren können Flügelprofile verwendet werden die in Holzbauweise fast nicht herstellbar sind. Kunststoffmodelle sind verzugsfrei und müssen nicht dem Wetter entsprechend nachgetrimmt werden.

Für den Einstieg in den Freiflugsport eignet sich jedoch auch ein einfacheres Modell in Balsa / Kiefer Bauweise. Der Erfolg ist nicht nur von einer modernen Bauweise abhängig. Die Trimmung, das Handling, die Zuverlässigkeit der Mechanik und der Pilot selbst sind wichtiger als ein teures Modell das eventuell nicht beherrscht wird.

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Da die Freiflugmodelle während des Fluges nicht gesteuert werden, müssen diese entsprechend getrimmt sein. Das heisst, dass die Kräfte der Flächen im Gleichgewicht sein müssen. Bei einer Störung durch Windböen stabilisiert sich das Modell selbständig.

 

Immer mehr Piloten fliegen mit gekauften Modellen um den aufwendigen Bau eines modernen Seglers zu umgehen. Auch können Baukästen oder einzelne Komponenten im Internationalen Handel gekauft werden.

 

Diese Freiflugklassen werden in der Schweiz geflogen:

F1A Segelflugmodelle

Bauvorschriften

Flügelfläche total                                                                      32 - 34 dm²

Mindestgewicht                                                                       410g

Maximale Länge der Startleine bei 5kg Zugbelastung                     50m

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F1A - SK Segelflugmodelle Sonderkonstruktionen (Nurflügel, Enten etc.) Nationale Klasse

Die Bauvorschriften der Sonderkonstruktionen entsprechen denjenigen der Standardklasse

 

 

 

F1B Flugmodelle mit Gummimotor

Bauvorschriften

Flügelfläche total                                                                 17 - 19 dm²

Mindestgewicht des Modells ohne Antriebsgummi                    200 g

Maximalgewicht des geschmierten Antriebsgummis                  30 g

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F1C Motorflugmodelle

Bauvorschriften der Motormodelle

Maximaler Zylinderinhalt des Motors                                          2,5cm³

Mindestgewicht                                                                    300 g/cm³ Zylinderinhalt des Motors

Minimale Flächenbelastung                                                      20 g/dm²

Maximale Motorlaufzeit                                                           5 Sekunden nach Freigabe des Modells

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F1D Saalflugmodelle

Bauvorschriften der Saalflugmodelle

Die Spannweite des Modells darf 550 mm nicht überschreiten

Das Gewicht des Modelles ohne Gummi darf nicht kleiner als 1.4 Gramm sein

Der geschmierte Gummimotor darf max. 0.4 Gramm wiegen

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F1E Segelflugmodelle mit Magnetsteuerung 

Bauvorschriften der Hangsegelflugmodelle

Maximale Flügelfläche total                                                      150 dm²

Maximale Flächenbelastung                                                     100 g/dm²

Maximales Fluggewicht                                                            5 kg

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Ablauf eines Fluges mit einem Hochstartmodell (F1A)

Der Pilot bereitet sein Modell vor, indem er den Zeitschalter auf die festgelegte Flugzeit einstellt und die Mechanischen Verbindungen mit den Rudern einhängt.

Die Hochstartleine wird am Schlepphaken eingehängt und gesichert. Das Modell ist jetzt bereit zum Start.

Ist der Zeitnehmer bereit startet ein Helfer das Modell und der Pilot zieht es in die Höhe.

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Ablauf eines Fluges mit einem Gummimotormodell (F1B)

 

Auch bei den Gummimotormodellen werden zuerst alle mechanischen Elemente mit dem aufgezogenen Zeitschalter verbunden. Danach wird der Gummi mit einer Art Handbohrmaschine ca. 400 Umdrehungen aufgezogen. Nun wird der Propellerkopf am Gummistrang eingehängt und das Modell ist startbereit.

Der Pilot startet das Modell von Hand steil gegen den Wind. Der Gummimotor hat eine Laufzeit von ca. 45 Sekunden und bringt das Modell auf eine komfortable Ausgangshöhe für den Gleitflug. Die Flugzeit beginnt mit dem Start des Modells aus der Hand. Der Flug wird gleich beendet wie bei den Hochstartmodellen.

 

 

Für alle Klassen werden Freundschafts -, Regional - und Schweizermeisterschaften ausgetragen. Auch trifft man sich an EM -, WM - und WC Wettbewerben.

 

Links zum Thema Freiflug

http://www.thermiksense.de/

http://my.yetnet.ch/freiflug

http://www.modellflug.ch/